Ein Fachbuch zu schreiben, ist der große Wunsch vieler Coaches, Berater*innen und anderer Expert*innen. Endlich das eigene Wissen gesammelt weitergeben können. Endlich wichtige Erfahrungen mit vielen Menschen teilen. Endlich die Lücken schließen und Erkenntnisse aufzeigen, die sich in all den Jahren angesammelt haben.
Das eigene Fachbuch ist aber auch attraktiv, weil es nebenher zeigt: Die Expert*innen haben wirklich Ahnung von dem, was sie tun. Es stärkt ihre Reputation und ihren Expertenstatus.
Und es ist ein wunderbares – weil Mehrwert bietendes – Tool, um auf sich und die eigene Arbeit aufmerksam zu machen. Anstatt die Aufmerksamkeit nur denen zu überlassen, die am lautesten brüllen (und oft weniger Kompetenz haben). Kurz: Ein Fachbuch eignet sich bestens fürs Marketing und die Akquise.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du dein Wissen und deine Erfahrungen erfolgreich in Buchform bringst. Wir gehen zuerst der Frage nach, ob das Fachbuch wirklich für deine Ziele ideal ist – oder eher Sachbuch oder Ratgeber.
Du erfährst dann, welche Schritte von deiner Idee zur Veröffentlichung führen. Dabei werde ich gängige Mythen rund um das Fachbuch-Schreiben entlarven.
Außerdem teile ich die Strategien, mit denen viele erfolgreiche Business-Autor*innen ihr Buchprojekt in ihren (vollen) Alltag integrieren und damit zum Erfolg bringen.
Ich hoffe, du nimmst viel Inspiration, Mut und Erkenntnisse mit!
Was ist überhaupt ein Fachbuch – und ist es wirklich das, was du schreiben willst?
Neulich sagte eine Expertin zu mir: „Ich würde ja auch gern ein Fachbuch schreiben.“ Sie meinte damit ein Buch, das im Kontext ihrer Arbeit entsteht. Ein Buch, das ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihren besonderen Ansatz darstellt. Ein Buch, das zeigt: Sie ist Expertin auf ihrem Gebiet. Und das Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei ihrer Zielgruppe aufbaut.
Als ich diesen Satz hörte, dachte ich aber (wie in vielen ähnlichen Fällen): „Eigentlich willst du ein Expertenbuch schreiben und kein Fachbuch – eigentlich geht es um ein Sachbuch oder einen Ratgeber.“
Diese Genre-Begriffe – Fachbuch, Sachbuch, Ratgeber – und der eher beschreibende Oberbegriff „Expertenbuch“ werden immer wieder verwechselt. Deswegen hier zunächst eine kurze Übersicht.
Fachbuch vs. Sachbuch und Ratgeber: Wo liegt der Unterschied?
- Fachbuch: Ein Fachbuch schreibst du für ein Fachpublikum – von Expert*in zu Expert*in. Das Fachbuch ist wissens- und handlungsorientiert und in Fachsprache geschrieben. Meistens bezieht es sich auf den beruflichen und akademischen Kontext.
- Sachbuch: Ein Sachbuch schreibst du für Leser*innen, die sich für dein Thema interessieren, aber keine Fachkenntnisse dazu besitzen – also für interessierte Laien. Meistens soll ein Sachbuch nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. (Fach-)Wissen wird also nicht nur verständlich, sondern auch erfrischend und kurzweilig aufbereitet.
- Ratgeber: Einen Ratgeber schreibst du für ein Publikum, das von deinem Thema unmittelbar betroffen ist. Hier bist du der Profi, der anhand konkreter Tipps und Anleitungen zeigt, wie man ein bestimmtes Ziel erreicht oder ein Problem löst.
Jedes dieser drei Genres hat bestimmte Merkmale. Das heißt: Jedes dieser Genres enthält Elemente, die es so (meistens) nur bei diesem Genre gibt. Ein Ratgeber-Titel klingt beispielsweise „typisch Ratgeber“. Das Layout eines Fachbuchs sieht „typisch Fachbuch“ aus.
Das Genre bestimmt also grundlegende Aspekte wie Titel, Inhaltsverzeichnis, Kapitelaufbau und Stil deines Buches. Und: Das Genre bestimmt stark die Zielgruppen-Ansprache.
Die Auswahl des für dich idealen Genres hängt deswegen nicht von deinem Thema ab – wie die Aussage der Expertin oben andeutet, im Sinn von: „Wenn ich über mein Fachthema schreiben, dann schreibe ich ein Fachbuch.“ Vielmehr hängt dein Genre davon ab, welche Menschen (Zielgruppen) du erreichen willst und auf welche Art und Weise dir das am besten gelingt.
Es gibt noch weitere Entscheidungskriterien für dein Genre. Diese zeige ich dir in meinem Blogbeitrag „Sachbuch, Fachbuch oder Ratgeber? Finde in 3 Schritten dein Genre“. Die Überlegungen zur Zielgruppe sollten aber immer mitentscheidend sein!

Für ein Expertenbuch eignet sich das Fachbuch oft nicht
Wie kannst du als Coach, Berater*in oder Expert*in nun deine Zielgruppe am besten erreichen? Tatsächlich gelingt das mit einem Fachbuch oftmals nicht! Denn dieses richtet sich an andere Expert*innen, deine Kolleg*innen.
Stattdessen ist in der Regel ein Sachbuch oder Ratgeber das beste Genre für dein Expertenbuch. Hiermit erreichst du am besten deine potenziellen Kund*innen. Sie sind noch nicht so tief drin im Thema und wollen sich dazu informieren – dazu ist ein Buch perfekt.
Hier zwei Beispiele aus meinen Buchcoachings:
Beispiel 1:
Mein Kunde Gabriel Baunach ist Klima-Experte. Mit seinem Buch „Hoch die Hände, Klimawende!“ wollte er möglichst viele Menschen erreichen, um ihnen zu zeigen, was sie jeden Tag aktiv für den Klimaschutz tun können. Hätte er ein Fachbuch geschrieben, hätte er sein Buch an andere Klima-Expert*innen adressiert. Seine Botschaft und seine Mission, Menschen zu erreichen, die gegenüber der Klimawende ratlos und frustriert sind und deswegen aktiv werden wollen, wäre komplett verpufft. Daher hat sich Gabriel für das Genre Sachbuch entschieden. Seine Leser*innen sind so außerdem potenzielle Kund*innen von Gabriel, die seine Vorträge besuchen oder Coachings buchen.
Beispiel 2:
Genauso eine andere Kundin, die Proktologin, also Po-Ärztin ist. Ihre Mission ist es, das Tabu um den Allerwertesten und seine Erkrankungen endlich aufzubrechen. Würde sie ein Fachbuch schreiben, wäre das Buch an andere Proktolog*innen gerichtet und im medizinischen Fachdiskurs platziert. Ihre Zielgruppe – Menschen mit Interesse an körperlichem Wohlbefinden oder auch Betroffene – würde sie damit nicht erreichen. Deswegen schreibt sie Sachbücher und Ratgeber.
Wann ist ein Fachbuch das richtige Format?
Ein Fachbuch ist jedoch als Expertenbuch geeignet, wenn deine Zielgruppe im Unternehmens-/Organisations-Bereich oder Academia liegt. Und/oder wenn du ein Thema aus dem Bereich Karriere und Beruf hast. Denn dann richtet sich dein Buch an Expert*innen auf ihren Gebieten, die sich weiterbilden wollen zu einem Thema – mit einem Fachbuch. Also einem Buch, das sie auf ihrem bereits hohen Wissensstand zum Thema abholt und gleichzeitig neue Impulse bietet.
Auch hierzu ein Beispiel aus meinem Buchcoaching:
Meine Kundin Sabrina Malter ist Organisationberaterin mit dem Schwerpunkt Lernkultur und Leadership. Sie arbeitet also mit Führungskräften zusammen, die in ihren Teams mehr Lernkultur etablieren wollen, um zu besseren Ergebnissen zu kommen. Sabrina hat ihr Buch „Lernen leben“ als Fachbuch im Verlag Springer Gabler veröffentlicht. Das funktioniert bestens, weil ihre Zielgruppe schon viel Wissen zu Führung und Teamentwicklung hat – aber sich mithilfe von Sabrinas Fachbuch neue Impulse holt.
Von der Idee zum Fachbuch: So schreibst du mit Struktur
Du möchtest mit deinem Fachbuch nun loslegen und deine Ideen in Buchform bringen? Am besten gehst du Schritt für Schritt vor und legst erst einmal eine gute konzeptionelle Basis für dein Manuskript.
1. Zielgruppe definieren: Für wen schreibst du?
In der Buchbranche kursiert der wunderbare Satz: „Ein Buch für alle ist ein Buch für keinen.“ Was ist damit gemeint? Wenn du mit deinem Buch alle ansprechen willst, wird es so allgemeingültig, dass sich am Ende niemand davon angesprochen fühlt.
Wenn du also dein Fachbuch erfolgreich schreiben und veröffentlichen möchtest, grenze deine Zielgruppe ein. Überlege dir: Wer genau sind meine idealen Leser*innen? Was ist ihr Alter, ihre Lebenssituation, ihre Ziel? Was wissen sie schon zu meinem Thema? Wo stecken sie fest? Was brauchen sie von meinem Buch?
Wenn du dein Fachbuch als Expertenbuch nutzen möchtest, richte es außerdem strategisch auf dein Business aus: Deine Zielgruppe sind die Menschen, mit denen du am liebsten zusammenarbeiten möchtest und an die sich deine Angebote richten.
Wenn du Unterstützung brauchst bei der Eingrenzung deiner Zielgruppe, lade dir mein Expertenbuch-Starterkit herunter. Hier gibt es ein Extra-Kapitel zu allen wichtigen Fragen bezüglich der Zielgruppe.
2. Thema eingrenzen: Vom Wissen zur Buchidee
Als Coaches, Berater*innen und Expert*innen verfügen wir meistens über einen unglaublich großen Schatz an Erfahrungen, Wissen und Kompetenzen. Wenn dann das Buchprojekt ansteht, wollen wir am liebsten all dieses Wissen ins Buch bringen.
Das Problem dabei: Ein 500-Seiten-Buch wollen die wenigsten lesen. Und das ist auch gar nicht nötig. Um deine Leser*innen zu inspirieren, zu unterstützen und deinen Punkt deutlich zu machen, reichen in der Regel 200 Seiten.
Grenze also unbedingt dein Thema ein. Frage dich: Welches Thema steht im Mittelpunkt? Was sind Unterthemen? Nur so wird dein Buch den nötigen Fokus und roten Faden haben. Alles andere überlastet – sowohl die Leser*innen als auch dich beim Schreiben.
Wie du dein optimales Buchthema auswählst, weiterentwickelst und was du dabei beachten solltest, zeige ich dir in meinem Blogbeitrag „Buchidee finden: 5 Wege zum profitablen Expertenbuch“.
Auch in meinem 2-stündigen Kickoff-Workshop geht es um das Buchthema – und wie du aus deinem Wissen eine einzigartige Buchidee kreierst.
3. Gliederung und Konzept: So strukturierst du dein Fachbuch effizient
Dein Thema und deine Zielgruppe sind klar? Dann kannst du dich an dein Buchkonzept machen. Das Buchkonzept ist der Fahrplan, der dich durch dein gesamtes Buchprojekt leitet – vom Erstellen der Gliederung bis zum Buchmarketing. Neben dem Thema und der Zielgruppe beschreibt das Konzept auch dein Alleinstellungsmerkmal und andere Projektdaten wie Zeitplan und Veröffentlichungsweg.
Auf Basis deines Buchkonzepts erstellst du dein vorläufiges Inhaltsverzeichnis. Überlege dir dafür, was der ideale Aufbau für dein Buch ist: Was müssen die Leser*innen als Erstes erfahren? Was ist jeweils der Fokus der einzelnen Kapitel? Wie kannst du die Kapitel klar voneinander abgrenzen? Wichtig ist, dass in deinem Inhaltsverzeichnis ein roter Faden erkennbar ist.
Wenn du bei diesen Schritten Unterstützung brauchst, schau dir meinen Expertenbuch STARter an. In diesem 4-wöchigen Kurs erstellen wir gemeinsam dein Buchkonzept inklusive Inhaltsverzeichnis. Wir sprechen außerdem über deinen idealen Veröffentlichungsweg (Verlag oder Selfpublishing).
4. Formale Anforderungen an Fachbücher
Buchkonzept und Inhaltsverzeichnis stehen? Jetzt sind die Kapitel an der Reihe – die Schreibphase beginnt! Achte dabei auf die formalen Anforderungen bei Fachbüchern:
- Beim Fachbuch sind Fußnoten erlaubt und gewünscht (im Gegensatz zum Sachbuch und Ratgeber). Daher achte darauf, dass du deine Quellen belegst und dass es verlässliche Quellen sind.
- Achte auf eine übersichtliche und eine klare Kapitelstruktur. Fachbücher werden auch oft zum Nachschlagen genutzt. Leser*innen sollten sich daher im Text gut orientieren können und leicht finden, wonach sie suchen.
- Für die Orientierung sind auch grafische Elemente gut. Etwa Kolumnentitel, kurze Zusammenfassungen am Anfang oder am Ende des Kapitels.
5. Verständlich schreiben trotz Fachsprache – 4 konkrete Tipps
Vielleicht kennst du es noch aus dem Studium: Je komplizierter der wissenschaftliche Text in der Hausarbeit klingt, umso überzeugender ist er – dachten wir. Leider hält sich dieser Mythos (vor allem in der deutschsprachigen Academia): Wenn du klug klingen willst, schreib so, dass es niemand versteht.
Bitte übernimm das nicht für dein Fachbuch! Fachsprache im Fachbuch heißt nicht, dass dein Text kompliziert klingen muss. Im Gegenteil: Wie beim Sachbuch und Ratgeber werden Fachbuch-Leser*innen besonders motiviert und überzeugt, wenn sie dem Text gut folgen können und er verständlich ist.
Diese vier Faktoren sorgen für Verständlichkeit – wie die Forscher*innen für das Hamburger Verständlichkeitsmodell herausgefunden haben:
- Einfachheit: Nutze einfache, kurze Worte und überschaubare Sätze (keine Schachtelsätze!), wende Fachbegriffe mit Bedacht an.
- Gliederung und Ordnung: Achte auf einen roten Faden, logischen Aufbau der Sätze und Absätze, setze Zwischentitel und Zusammenfassungen.
- Kürze und Prägnanz: Schweife nicht ab, aber gestalte den Text auch nicht zu dicht.
- anregende Zusätze: Nutze Beispiele, Anekdoten, Metaphern und rhetorische Figuren, damit deine Leser*innen den Inhalten besser folgen können und diese in Erinnerung behalten (Stichwort Storytelling!).

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Fachbuch veröffentlichen: Verlag, Selfpublishing oder Open Access?
Viele, die ein Fachbuch als Expertenbuch nutzen und damit Vertrauen, Sichtbarkeit und Kundschaft aufbauen möchten, liebäugeln mit einer Veröffentlichung im Verlag.
Denn ein Verlag hat immer noch den großen Vorteil, dass viele Menschen ihn mit Reputation und Qualität in Verbindung bringen. Gerade im Fachbuch-Bereich, wo es um Wissen und Weiterbildung geht, ist das von Vorteil.
Genauso kann aber auch das Selfpublishing eine gute Alternative sein. Gerade wenn man schon erfolgreiche Marketing-Strukturen (etwa Newsletter, Social-Media-Kanäle, Content-Marketing wie Blog, Speaker-Auftritte) aufgebaut hat, lässt sich sein Fachbuch auch gut selbst veröffentlichen und vermarkten.
Open Access ist an sich eine wunderbare und wichtige Sache. Wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse werden hier kostenfrei für alle zur Verfügung gestellt. Fürs Fachbuch als Expertenbuch ist es aber nicht geeignet. Denn dein Expertenbuch sollte als etwas Wertiges erscheinen, das seinen Preis hat.
Ein weiterer Punkt spricht beim Expertenbuch gegen Open Access: Das Buch als niedrigschwelliges Einstiegsprodukt. Aus dem Marketing wissen wir: Menschen, die bereits ein Produkt bei dir gekauft haben, sind eher bereit, auch ein weiteres zu kaufen. Dein Buch kann also ein Einstieg in „deine Welt“ sein und Lust auf deine weiteren Angebote wie Coachings oder Vorträge machen.
Voraussetzung ist natürlich, dass sie zufrieden sind mit dem Einstiegsprodukt = deinem Buch. Das wiederum stellst du sicher, indem du ein inhaltlich wie äußerlich hochwertiges Expertenbuch veröffentlichst.
Mythen rund ums Fachbuch schreiben
Mythos 1:
„Wenn ich über mein Business-Thema schreibe, ist es ein Fachbuch.“ Diesen Mythos habe ich weiter oben bereits „entlarvt“. Dass du über dein Business-Thema schreibst, ist nicht entscheidend fürs Fachbuch. Du kannst zu deinem Thema ein Fachbuch schreiben, aber genauso gut ein Sachbuch und deinen Ratgeber sein. Entscheidend ist, mit welchem Genre du deine Zielgruppe am besten erreichst. Weitere Entscheidungskriterien zum Genre findest du in meinem Blogbeitrag „Sachbuch, Fachbuch oder Ratgeber? Finde in 3 Schritten dein Genre“.
Mythos 2:
„Fachbücher sind trocken und nüchtern geschrieben.“ Dieser Mythos speist sich aus der Tatsache, dass viele Fachbücher leider tatsächlich langweilig geschrieben sind. Zum Glück (vieler Leser*innen) gibt es aber auch Fachbuch-Autor*innen, die es besser machen: Sie schreiben spannend und ansprechend. Denn natürlich werden Leser*innen viel besser abgeholt und motiviert, wenn der Text in lockerem Ton geschrieben ist, wenn er Anekdoten, Beispiele und (Fall-)Geschichten enthält. Wie du mit Geschichten dein Buch spannend schreibst, erfährst du in meinem Blogbeitrag „Storytelling für dein Sachbuch: Warum das so sinnvoll ist!“.
Mythos 3:
„Für ein Fachbuch muss ich mindestens Professor sein.“ Okay, das ist vielleicht etwas überspitzt formuliert – aber dafür hält sich dieser Mythos am hartnäckigsten. Immer wieder höre ich die von Zweifel umhüllte Frage: „Bin ich denn Expert*in genug, um ein Fachbuch zu schreiben?“ Natürlich brauchst du Expertise und Erfahrung zu deinem Thema. Du solltest außerdem für dein Thema brennen. Aber diese Expertise und Leidenschaft hast du bereits, wenn du mehrere Jahre erfolgreich mit Menschen zusammenarbeitest und viel Wissen in der Praxis gesammelt hast.
Oft zweifeln übrigens die klügsten Köpfe an ihrer Expertise. Wenn sie sich dann doch trauen und sich nicht von den Zweifeln aufhalten lassen, ihr Buch zu schreiben, merken sie im Buchprozess, wie viel sie eigentlich wissen. Und wie viel Spaßt es macht, das weiterzugeben. Davon berichtet zum Beispiel meine Kundin Camilla Gruschka im Interview.

Expertenbuch-Impulstreffen
Erfahre, was du brauchst, um ein hochwertiges, überzeugendes und profitables Expertenbuch zu schreiben und zu veröffentlichen.
„Ich habe keine Zeit“ – so integrierst du dein Fachbuch in den Alltag
Apropos Zweifel: „Ich habe keine Zeit für ein Buch“ – diesen Satz höre ich auch immer wieder, wenn es ums Thema Expertenbuch geht. Es ist tatsächlich die allergrößte Herausforderung und der häufigste Grund, warum viele Expert*innen nicht mit ihrem Buch starten.
Und klar: Wir alle haben unser Tagesgeschäft. Kund*innen und Mitarbeiter*innen wollen betreut werden. Das Marketing, der Vertrieb und die Buchhaltung müssen laufen.
Gleichzeitig gibt es aber Tipps und Tricks, die beim „Zeit-Problem“ helfen. Es sind diese einfachen Kniffe, die auch erfolgreiche Business-Autor*innen nutzen. Sie ermöglichen ihnen, neben einem erfolgreichen Business auch Bücher zu schreiben. Oder besser gesagt: durch das Schreiben ihrer Bücher im Business erfolgreicher zu werden.
Du musst dir also kein Jahr Auszeit für dein Buch nehmen – vielmehr brauchst du die für dich passenden Strategien.
Hier einige Strategien, die es meinen Kund*innen und anderen erfolgreichen Business-Autor*innen ermöglichen, ihre Bücher nebenher zu schreiben:
- Schreibe in kleinen Einheiten: Viele Autor*innen schreiben täglich nur 30–60 Minuten. Auch ich nutze diese Strategie, um mit komplexen (Schreib-)Projekten schnell voranzukommen. Es ist magisch! Am Ende kann ich immer kaum glauben, dass ich mit so wenig Zeitaufwand so viel erreicht habe.
- Nutze Schreibsprints oder Schreibretreats: Schreibsprints sind fester Bestandteil meiner Gruppenprogramme. Hier schreiben die Teilnehmenden eine Woche oder einen Monat lang täglich eine selbstbestimmte Zeitdauer oder Wortanzahl. Jedes Jahr im November nutzen das auch weltweit tausende Autor*innen im Rahmen des NaNoWriMo, um ihre Bücher voranzubringen. So ein Schreibsprint kann Wunder bewirken und ist auch ideal, um erstmals in eine feste Schreibroutine reinzukommen.
Einige meiner Kund*innen nutzen auch Schreibretreats. Auch ich bin ein großer Fan davon: Ich fahre für ein paar Tage an einen schönen, inspirierenden Ort, um dort fokussiert und abseits des Alltags an meinem Buchprojekt zu arbeiten. Danach habe ich das Gefühl, einen riesengroßen Schritt vorangekommen zu sein. Was mich wiederum motiviert, auch im Alltag mehr Fous auf mein Buch zu legen. - Plane feste Schreibzeiten: Auch das feste Einplanen von Schreibzeiten gehört zu den Erfolgsstrategien vieler meiner Kund*innen. Die meisten schreiben morgens vor dem Tagesgeschäft. Also bevor E-Mails, Anrufe und Kundentermine einprasseln. Das Schreiben wird so zum festen Bestandteil des Tages. Die Energie, die ich sonst aufwende, um die Schreibzeiten zu organisieren und einzutakten, kann ich mit dieser festen Routine in mein Buch stecken.
Wenn dir das Schreiben mit anderen gemeinsam zu festen Zeiten hilft, komm gerne auch zu meinem BookWorking. Das ist mein Co-Writing-Nachmittag, der ein Mal im Monat stattfindet.
Wenn du mehr zu diesen Erfolgs-Strategien wissen willst, schau dir die Interviews mit „meinen“ Autor*innen Gabriel, Victoria, Sabrina, Camilla und Anke an – alle haben im Businessalltag erfolgreich ihr Buch geschrieben und teilen ihre besten Tipps und Tricks. Kleiner Spoiler: Auf eine Schreibroutine schwören alle. 😉
Fazit
Ein Buch zu schreiben, kann weit mehr sein als nur die Weitergabe deines Wissens. Wenn du es als Expertenbuch konzipierst, wird es zum wirkungsvollen und nachhaltigen Marketing-Tool, das deinen Expertenstatus festigt und Kundschaft für dich gewinnt.
Ein entscheidender Schritt dafür ist, das richtige Genre für deine Zielgruppe zu wählen. Für ein Expertenbuch ist die beste Wahl häufig nicht das Genre Fachbuch, sondern das Sachbuch oder der Ratgeber. Das Wichtigste aber ist: Dein Buch darf deine potenziellen Kund*innen direkt ansprechen und sie für deine Angebote begeistern.
Voraussetzung ist hierfür, dass du deine Zielgruppe und dein Thema genau kennst und eingrenzt – und mit deinem Buchkonzept das sichere Fundament für dein Buchprojekt legst.
Nach dem Buchkonzept geht’s ans Schreiben deiner Kapitel. Achte hier vor allem darauf, dass dein Text verständlich ist und den formalen Anforderungen entspricht.
Du denkst, du hast keine Zeit fürs Schreiben? Nutze die Tipps und Tricks vieler Expert*innen, die ihr Buchprojekt neben ihrem Tagesgeschäft erfolgreich umsetzen. Dazu gehören vor allem strukturiertes Vorgehen und effiziente Schreibstrategien.
Deine nächsten Schritte
Dein Wissen und deine Erfahrungen sind wertvoll! In Buchform können sie viele Menschen inspirieren, unterstützen und etwas zum Besseren verändern. Wenn du Hilfe auf diesem Weg brauchst: Als Buchcoach begleite ich von der ersten Idee bis zum fertigen Buch. Zum Beispiel in meiner Expertenbuch-Masterclass oder im 1:1-Expertenbuch-Coaching.
Du kannst auch erst einmal mit meinem 4-Wochen-Kurs Expertenbuch STARter dein Buchkonzept inkl. Inhaltsverzeichnis erstellen. Wenn du zunächst schnuppern, aber trotzdem schon Ergebnisse erarbeiten möchtest, könnte mein 2-stündiger Kickoff-Workshop das Richtige für dich sein.
Meine Mission ist: Expert*innen dabei zu begleiten, mit Flow und Fahrplan ein hochwertiges Expertenbuch zu veröffentlichen – für mehr Expertenstatus, Impact, Wunschkund*innen. Und für das erfüllende Gefühl, mit dem eigenen Buch dauerhaft Wissen und Erfahrungen weiterzugeben.
lass uns kennenlernen!
Vereinbare ein kostenloses Vorgespräch – und wir besprechen, wie ich dich am besten bei deinem Fachbuch unterstützen kann.

Worüber und für wen schreibst du ein Fachbuch? Schreib mir im Kommentar.
Headerbild: Unsplash / Elisa Calvet B.
Buchcover „Lernen Leben“: Verlag Springer Gabler
Buchcover „Hoch die Hände, Klimawende!“: Edition Michael Fischer GmbH
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